Erster Rundbrief 2012

Den Menschen allen werde Güte und Frieden. Sie alle mögen glücklich sein.
Metta-Sutra von der Güte

 

Liebe Mitübende, liebe Interessierte,
 

ein ereignisreiches und manchmal auch sehr beunruhigendes Jahr liegt hinter uns und hat uns auch immer wieder in Atem gehalten. In der Welt ist viel geschehen und es ist fast unmöglich, sich aus diesem Geschehen und dem damit verbundenen Informationsfluss herauszuhalten. Die rasanten Veränderungen und Umbrüche des vergangenen Jahres haben uns erneut ganz deutlich vor Augen geführt, dass es keine Sicherheit im Leben gibt. Wir sind mitten drin und wir müssen damit umgehen.
 
Manchmal hilft das Sitzen auf dem Kissen, manchmal aber werden wir uns in der Stille erst der Unruhe außen und innen bewusst. Wir merken, dass wir den drängenden Fragen „In welcher Welt wollen wir leben? Was kann ich selbst bewirken – hier und heute?“ nicht ausweichen können. Es ist gut und wichtig, sich anrühren und beunruhigen zu lassen, um das Leid in der Welt oder auch in unmittelbarer Umgebung wahrzunehmen und daraus Mitgefühl zu entwickeln oder es zu nähren.
 
Im vergangenen Jahr beschäftigte sich unsere Gemeinschaft intensiv mit dem Thema Mitgefühl und spirituelle Verantwortung. Bei einem unserer vierteljährlichen kommunikativen Zen-Do-Kai-Treffen wurde zum Thema „Spirituelle Verantwortung und politisches Engagement“ lebhaft und auch kontrovers diskutiert.
 
2011 konnten wir auch wieder den Zen-Lehrer Paul Shepherd sowie den Leiter der Schule „Seele und Sein“, Richard Stiegler, zu Vorträgen bei uns begrüßen.
 
In seinem Vortrag „Spiritualität und soziale Verantwortung“ setzte sich Richard Stiegler im Oktober intensiv mit den Fragen auseinander, wie wir mit der Not anderer Menschen, mit Konflikten und sozialen Ungerechtigkeiten umgehen könnten, wie soziale Verantwortung mit spiritueller Gesinnung in Einklang gebracht werden kann und wo die Grenzen unserer Verantwortung sind. Dieser Vortrag kann inzwischen auf der Homepage von Richard nachgelesen werden (www.seeleundsein.com).
 
Im Dezember beleuchtete dann der Zenlehrer Paul Shepherd das Thema „Mitgefühl und soziales und gesellschaftliches Engagement“ aus zenbuddhistischer Sicht. Wieder bekamen wir viele Denkanstöße für den Umgang mit den brennenden Themen in der Welt. Auch der sich anschließende kommunikative Teil des Abends mit Fragen und Beiträgen war erhellend.
 
Richard Stiegler und Paul Shepherd haben uns auch für das Jahr 2012 ihr Kommen zugesagt.
 
Vom 23.3.-27.3.2012 findet wieder ein Retreat mit Jeff Shore im Tannenhof statt. Anmeldung bei Sozui E-Mail: onedropsangha@web.de.
 
Im November gab es wieder Vorstandswahlen: Ursula Duch, Michael Walter und Markus Jenaczek wurden in ihren Ämtern bestätigt, Horst Schmid ist als Schriftführer zurückgetreten, sein Amt hat Werner Potratz übernommen. Unsere kleine Gemeinschaft hat sich gerade im letzten Jahr stabilisiert und die Zahl der Mitübenden ist gewachsen.
 
So können wir mit Zuversicht und Vertrauen und Wachsamkeit in das neue Jahr gehen.
Wir danken allen, die uns im letzten Jahr durch ihr Dasein und ihre Beiträge unterstützt haben und wir freuen uns auf gutes neues Jahr in Gesundheit, Harmonie und Frieden. Unsere Praxis möge uns dabei unterstützen.
 
Gasshō
 
Der Vorstand